5 Jahre Big Band Selzen-Köngernheim

Schlachtfest 2018
15. Oktober 2018
„Selzer Frosch“ mit dem Martinspreis ausgezeichnet
15. November 2018

Grandioses Jubiläumskonzert

3 Stunden BigBand-Sound vom Feinsten

Von Freddy Henß

2016 - Eine Zeitreise!
2017 - BigBand goes Rock!

Und 2018? 2018 - Ein Konzert der Extraklasse, ein wirkliches Jubiläumskonzert!

Samstag Abend um 19 Uhr in der Sickingenhalle in Köngernheim. Die Big Band hatte "gerufen" und alle waren sie gekommen! Neben Klaus Penzer als VG-Chef und Jutta Hoff als Hausherrin fanden sich weitere mehr als 300 musikbegeisterte Gäste in der vollbesetzten Halle ein, um gemeinsam mit unserer Big Band deren 5-jähriges Jubiläum zu feiern. Was 2013 aus der Not zweier stark dezimierter Musikgruppen heraus entstand, präsentiert sich mittlerweile als eine begehrte musikalische Begleitung vieler Veranstaltungen in Rheinhessen und weit darüber hinaus.
Aber wie formulierte es Robin Götter, der Vorsitzende des Selzer Teils des Orchesters so zutreffend: "Es gibt einen Abend, genau einen Abend im Jahr, an dem die Besucher wegen uns kommen. Sie wollen uns hören und Ihre gesamte Aufmerksamkeit gehört uns! Das ist genau UNSER ABEND".

Pünktlich um 19 Uhr betrat, die Formation der jüngsten Bandmitglieder die Bühne, die Tiny Band, um unter der Leitung von Finn Kunzemann mit 3 schönen Musikstücken Ihr Erlerntes aus einem Jahr Zugehörigkeit zu präsentieren. Anschliessend wurde es dann richtig voll auf der Bühne. 35 Musikerinnen und Musiker nahmen ihre Plätze ein und starteten fulminant mit Tequila, einem sehr schönen Stück aus den Sechzigern, bei dem die Band auch die Gelegenheit nutzte, Ihre Showqualitäten zum Besten zu geben.
Und mit den darauffolgenden Arrangements steigerte sich das Konzert von Musikstück zu Musikstück. Ein Medley amerikanischer Songs gefolgt von Shape of You (Ed Sheeran). Shut up and Dance (von WALK THE MOON) gefolgt von einem Medley der bekanntesten Songs von Michael Jackson. Tito Puente's Oye Como Va (jedoch wahrscheinlich besser bekannt als Stück von Carlos Santana), Lou Bega's Mambo No.5 und dann ........?
Nun, es begann recht unverfänglich. Leichtes Stühlerücken. Eine Musikerin kommt nach vorne. Ihr Instrument wird ihr gereicht. Noch eine recht nichts-sagende Anmoderation "Nun folgt Latin Tuba".
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Latin Tuba - Mareike Tönnes

  • Tequila - The Champs
  • American Pie & Co
  • Shape of You - Ed Sheeran
  • Shut up and Dance - WALK THE MOON
  • King of Pop - Michael Jackson Medley
  • Oye Como Va - Carlos Santana
  • Mambo No.5 - Lou Bega
  • Latin Tuba - Mario Bürki
  • Welcome to the Jungle - Guns N'Roses
  • 25 or 6 to 4 - Chicago
  • Mama Mia - ABBA Medley
  • Mama Lou - Les Humphrey Singers
  • Colours of the wind - Titelsong aus Pocahontas
  • We will rock you - Queen Medley
  • Stairway to heaven - Led Zeppelin
  • Walking on sunshine - Katrina and the Waves
  • Music - John Miles
  • Deutsches Schlagermedley
Was dann jedoch wirklich folgte, waren 6 Minuten, die die Zuhörer völlig in ihren Bann zogen. Bei Latin Tuba handelt es sich nämlich um eine Komposition des Schweizer Mario Bürki mit Soloeinlagen für die Tuba (und somit auch für das Sousaphon). Das Stück ist ein harmonisches Zusammenspiel zwischen dem Orchester und dem Soloinstrument, unterbrochen von ausgiebigen Soloeinlagen, welche der Solistin Mareike Tönnes die Möglichkeit gaben, die ungeahnte Bandbreite an Höhen und Tiefen für ein Instrument dieser Grösse darzubieten. Eine absolut aussergewöhnliche Darbietung und für mich der Höhepunkt des ersten Teils, obgleich mit Welcome to the Jungle noch eine wirklich schöne Interpretation des Guns 'N Roses Klassikers folgen sollte.

Teil 2 des Konzerts begann mit 25 or 6 to 4 von Chicago, einem Musikstück, geradezu prädestiniert für BigBand-Sound. Die nächsten beiden Arrangements waren zum einen ein Medley der bekanntesten ABBA Songs sowie zum anderen Mama Lou (Les Humphrey Singers), bevor das Orchester an diesem Abend erstmals zeigte, dass es trotz 35 Instrumente in der Lage ist, einer Sängerin Raum zur Entfaltung zu geben, denn Eva Dittewich sang Colours of the wind, den Titelsong zum Disney Klassiker Pocahontas und steuerte zu Beginn des Stückes sogar noch ein kurzes Solo an der Oboe bei. Apropos Solo: es war beeindruckend, wie viele Soli über die gesamthaft 18 Stücke des Konzerts von Einzelnen oder auch kleinen Gruppen präsentiert wurden. Auch dies ein deutliches Zeichen, wie sehr sich die Qualität des Orchesters in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat.
Mit einem Medley von Queen hätte es nicht kontrastreicher weitergehen können. Es war eine absolut gelungene Hommage an diese Ausnahmekünstler, begonnen mit Bohemian Rapsody, über Crazy Little Thing und We will rock you bis hin zu We are the Champions. Und rockig ging es im Anschluss auch gleich weiter mit dem Led Zeppelin Klassiker Stairway to Heaven. Aber nur, um gleich im Anschluss wieder weitaus moderater mit Walking on Sunshine (Katrina and the Waves) im Popgenre unterwegs zu sein; auch dieser Song dargeboten als Gesangsstück gemeinsam mit Eva Dittewich.
Das offiziell letzte Stück des Konzerts hätte man nicht besser wählen können. Music von John Miles. Diese Hymne an die Musik erzeugte Gänsehaut-Stimmung im Saal und bildete einen fulminanten Abschluss eines aussergewöhnlichen Konzerts.
Absolut nicht unerwartet, dass sich in den tosenden Applaus sofort "Zugabe"-Rufe mischten und kein Ende nahmen, bevor das Orchester nicht wieder Platz nahm um diesen Wunsch zu erfüllen, und zwar mit einem beschwingten Medley Deutscher Schlager (Ein Bett im Kornfeld, Michaela, Über den Wolken, Du kannst nicht immer 17 sein und sogar Roberto Blanco's Ein bisschen Spass muss sein fehlte nicht).

Wer wie der Autor dieses Blogs, in den Anfängen der Big Band selbst noch Mitglied war und somit seither die Entwicklung des Orchesters vielleicht ein wenig aufmerksamer verfolgt, kommt nicht umhin den Hut zu ziehen, wie sich das Niveau in diesen eigentlich wenigen Jahren verändert hat. Das Fazit der Veranstaltung kann daher nur lauten: Weiter so Big Band! Und ein RIESEN-Kompliment an deren musikalischen Leiter Jens Hilzensauer.

1 Kommentar

  1. Karola Elter sagt:

    Es war super!!!!

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