Selzer Sälche Fassenacht 2019

Singen und Musizieren unter’m Weihnachtsbaum 2018
23. Dezember 2018
Jahreshauptversammlung für das Jahr 2018
18. März 2019
Von Freddy Henß
Auch in diesem Jahr waren unsere Gäste wieder voll des Lobes und äusserten dies noch jeweils in der Nacht nach der Sitzung in Mails oder WhatsApp-Nachrichten zur Bestellung ihrer Karten für 2020. Ja, richtig gelesen - für 2020! So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Sitzungen im kommenden Jahr bereits nach wenigen Tagen erneut ausverkauft waren. Und noch ein sehr schönes Kompliment erhielten wir im Anschluss an eine Sitzung von einem Anwesenden: " Unglaublich, wie Ihr Euch jedes mal neu erfindet und so etwas auf die Beine stellt!".

Unsere Sälche Fassenacht stand 2019 unter dem Motto Käptn Iglo und wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei der Iglo GmbH bedanken, die es sich nicht nehmen liess, unsere Idee tatkräftig zu unterstützen.

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!" Aus diesem Grund haben wir dieses Mal den Textbeitrag auch bewusst sehr kurz gehalten und dafür viel lieber unten stehend jede Menge Impressionen von den beiden Sitzungen veröffentlicht.

Horst Radelli und Sitzungspräsident Freddy Henß

Dieses Jahr hatten wir sogar ein Prinzenpaar. Ist sie nicht anmutig, unsere Prinzessin?

Auch die Helfer im Hintergrund haben ihren Spass

Bei diesem Ballett tragen die Mädels die Jungs - Die Hillesheimer Wingertsknörzjer

Ein grandioses Vorspiel - Toll ausgedacht von unserem Hausmeister Lothar Hauenstein

Young Emotions - Ein Gummibärenorden war unser Dank

Horst Radelli in seiner Paraderolle als Willi Windhund

Svenja Heigert - In diesem Jahr als Fastnachtsprinzessin

Die Backstreet Boys aus dem Nachbarort - Die Kingerummer Stolperhölzer

Neben unseren Akteuren gebietet unbedingt noch einem weiteren Personenkreis ein Riesenapplaus - unseren Helfern. Ob hinter der Bühne, in der Küche, hinter der Theke, in der Maske, beim Auf- oder Abbau, beim Aufräumen oder ich weiss nicht wo noch überall. Ihr seid wahre Helden. Ohne Euch könnten wir diese Veranstaltung nicht durchführen und Euch gebührt definitiv ein grosses

DANKE

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Nachfolgend der Bericht vom 19.02.2019 in der Ausgabe
Landskrone der Allgemeinen Zeitung Mainz.

Von Torben Schröder

Wenn der Dickworz mit der Froschkönigin

Urig-hausgemachte Fastnacht liefert erneut der MGV mit Anarcho-Charme im Sälchen und ehrt Nachwuchstänzerinnen mit Orden aus Gummibärchen-Tüten.

SELZEN - Der Obermessdiener? Passt gar nicht auf die kleine Bühne im Sälchen. Die Erhöhung des Eintrittspreises auf zehn Euro? „Hauptsache, der Wein ist billig.“ Lothar Hauenstein, letztmals als Hausmeister auf der närrischen MGV-Bühne in Selzen, ist wieder bei „bester“ Laune. Und das sollte für die nächsten sechseinhalb Stunden auch für das Publikum gelten. Hausgemachte Fastnacht mit Anarcho-Charme, dafür steht Sitzungspräsident Freddy Henß mit seinem Team auch in der achten Kampagne der „Neuzeit“. Diesmal verkleidet als Käpt'n Iglo und sekundiert von Sven Hauenstein als Fischstäbchen, hatte Henß dank der Marketingabteilung der Tiefkühlmarke ausnahmsweise sogar ein Komitee – elf Käpt'n Iglos, Aufsteller mit den Gesichtern von Aktiven. Seine Trinksprüche der Sorte „Bist am Trinken – bleib dabei, deine Frau schennt um zehn genau wie um zwei“ sind ohnehin Kult.

Politik Vortrag
Antje Conrad hielt die Tradition des Protokolls hoch und schlug vor, die Pannen-Flieger mit 3-D-Druckern auszustatten, damit sie direkt ihre Ersatzteile nachproduzieren können. „Den wenigen Meckerern nachgeben – das ging jetzt ordentlich daneben“, reimte sie zum Rhein-Selz-Park. Klaus Penzer solle sich statt um B 5 oder B 6 lieber um die B 9 kümmern. Und der Ortspolitik schrieb sie ins Stammbuch: „Rauft euch zusammen, sonst geht’s hier noch zu wie in Oppenheim.“ Frenetisch unterstützt wurde ihre Bitte an den „Selzer Frosch“ Kurt Wolf, in die Bütt zurückzukehren. Willi Windhund alias Horst Radelli gab sein zweites Gastspiel im Sälchen („Ihr seid phantastische Leut'“), und Henß hielt beim „Prominentenwinken“ fest: „Der Marcus Held ist erneut meiner Einladung nicht gefolgt.“ „Gardeoffizier“ Thomas Heigert kam vom „Sultan mit den leeren Taschen“ Erdogan bis zu den Zollhafen-Anwohnern, deretwegen man am besten den Rhein überdachen sollte. Sein Debüt in Selzen gab Hahnheims Ortschef Werner Kalbfuß alias Karl Dickworz im Dialog mit „Froschkönigin“ Monja Seidel. „Was so richtig super wär, wär ne gemeinsame Feuerwehr“, meinte die Selzer Regentin. Kalbfuß riet der VG, Gas zu geben, sonst falle das Grundstück an den Verkäufer zurück. Anerkennender Applaus für die Traute, sich im „feindlichen“ Nachbardorf auf die Bretter zu wagen.

Kokolores
Josi Stang und Claus Weber sorgten als Prinzenpaar für Lachtränen, Svenja Heigert reimte sich durch eine Partnersuche mit Hindernissen und Jörg Döring empfahl erneut sein an der Ukulele gespieltes Spottlied „Wer Hahnheim kennt, findet's überall schön“ als inoffizielle Sälchen-Hymne. So ein wenig stahlen ihm allerdings die beiden aus Gründen der Pietät namentlich nicht genannten Bühnenhelfer die Show, deren zunehmend verzweifelter Versuch, ein Banner auszurollen, eher nach Ausdruckstanz als nach geplantem Vorgehen aussah. Lauter Jubel auch dafür.

Musik
Robert und Norbert Jochem sowie Thomas Neumer als Dienheimer Falkenberg-Musikanten sorgten mit tonsicherer Blasmusik für Stimmung, die Meenzer Zibbelkappe aus Mommenheim fegten mit handgemachter Fastnachtsmusik durch den Saal – ein enorm sympathischer Auftritt. Zum Finale drehten die Unnerummer Bube mit Schlagern an der Stimmungsuhr.

Tanz
Traditionell ein Eckpfeiler in Selzen ist das skurrile Gardeballett samt späterer Reinkarnation als Pink Puschels. Zweimal die Woche wurde geprobt – Hut ab! Werden die Orden üblicherweise aus beklebten CD-Rohlingen gebastelt, gab es für den Nachwuchs der Teen Emotions Gummibärentüten am Band. Die 16 Twirl-Explosion-Tänzerinnen hatten alle Mühe, ihre Figuren und Choreografien auf der winzigen Bühne unterzubringen. Neben den Kingerummer Stolperhölzern mit ihrer witzigen 90er-Tanzshow zog das „Selzen Air“-Männerballett der Froschschenkelcher, schlussendlich in Flamingo-Shorts, die lautesten Reaktionen auf sich.

Fazit
Bodenständig, urig, mit ansteckender Freude präsentiert – Saalfastnacht sollte abseits der Großbühnen genau so sein wie in Selzen.

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